Wissen

Mythen und Vorurteile

“Bei mir gibt es nichts zu holen” – nicht richtig!

Fast jeder unterschätzt seine Werte und kaum ein Einbrecher weiß vorher, ob es sich für ihn lohnt. Und im gewerblichen Bereich könnte die Beschädigung, Vernichtung oder der Diebstahl Ihrer Dokumente, Geschäftsunterlagen, Kunden- Patientendaten (Personalcomputer) oder der Einrichtungsgegenstände (Vandalismus) Geschäftsunterbrechungen von Wochen oder Monaten nach sich ziehen. Eine nicht unerhebliche Anzahl von Firmen musste danach sogar Konkurs anmelden.


“Wer bei mir einbrechen will, schafft es sowieso” –
nicht richtig!

Die wenigsten Einbrecher sind gut ausgerüstete Profis. Mehr als 90 % aller Einbruchsversuche bleiben Versuche, wenn ein gutes Alarmsystem in Verbindung mit mechanischen Sicherungen (z. B. gute Türschlösser) installiert ist.

“Ich bin ja versichert, bekomme alles ersetzt” – nicht richtig!

Viele Einbruchsgeschädigte waren unterversichert, wie sie hinterher feststellen mußten. Versicherungen regeln auch nur materielle Schäden. Für Bargeld, Schmuck und andere Wertgegenstände zahlen die Versicherungen oft nur einen Teil bei zusätzlich begrenzter max. Versicherungssumme (schauen Sie einmal in Ihrem Vertrag nach). Ideelle Werte sind niemals zu ersetzen.

“Wird schon alles nicht so schlimm sein” – nicht richtig!

“Die psychischen Folgen eines Wohnungseinbruchs werden entschieden zu wenig beachtet. Angst und ein generelles Unsicherheitsgefühl bleiben oft noch monatelang bestehen. Das Gefühl der Geborgenheit und der Sicherheit, das eine Wohnung in der Regel vermittelt, kann nach einem Einbruch oft nicht mehr bestehen. Die eigene Verletzlichkeit wird den Opfern bewußt, und für manche von ihnen verschlechtert sich die Lebensqualität erheblich.”

Ein Einbruch in die eigenen vier Wände bedeutet für viele Menschen ein Schock. Dabei machen den Betroffenen die Verletzung der Privatsphäre, das verloren gegangene Sicherheitsgefühl oder auch schwerwiegende psychische Folgen, die nach einem Einbruch auftreten können, häufig mehr zu schaffen als der rein materielle Schaden.

Psychische Folgen

Woran viele Menschen nicht denken, sind die psychischen Folgeschäden bei Einbruchsopfern. Die Zerstörung der Privat- und Intimsphäre oder die Furcht vor einer Wiederholung werden für die Opfer sehr oft zum Albtraum. Viele Betroffene werden nach der Tat von Ängsten geplagt, leiden unter Schlafschwierigkeiten und Nervosität.

Die Opfer leiden lange

Eine Studie des Kriminologen Günther Deegener (Homburg/Saar) aus dem Jahr 1996 belegt, dass Opfer von Raubüberfällen und Wohnungseinbrüchen zu 70 % nach der Tat erhebliche Ängste hatten. 63,2 % klagten über Schlafstörungen und jeweils 47,4 % der Befragten berichteten von Kopfschmerzen sowie Magen- und Darmbeschwerden.